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| Die wichtigsten Etappen |

Planungsbüro Geffers seit 1975

Zuletzt geändert: 30.03.2009

Am 01. Juli 2005 war es 30 Jahre her, dass ich meinen damals "sicheren Arbeitsplatz" bei der NILEG (damals: Niedersächsische Landesentwicklungsgesellschaft mbH, heute: von Fortis erworben und praktisch aufgelöst) gekündigt und dem Finanzamt mitgeteilt habe, dass ich eine freiberufliche Tätigkeit als "Beratender Volkswirt für kommunale und staatliche Planung" begonnen habe. Anlass für einen kurzen Rückblick:

Es begann als "Ein-Mann-Show". Der Anfang war einfach: Als Subunternehmer der NILEG habe ich die Aufstellung der Flächennutzungspläne zum Abschluss gebracht,  die ich als Projektleiter bearbeitet hatte. Das waren die Flächennutzungspläne  der Städte Bad Münder, Brake, Elsfleth und Gifhorn und der Gemeinde Oyten. Die Zusammenarbeit mit der NILEG ist danach erhalten geblieben. Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder Planungen für die NILEG bearbeitet.

Ende 1975 bekam ich die ersten eigenen Aufträge von den Gemeinden Oyten (Landkreis Verden), Otter und Handeloh (Landkreis Harburg).

1976 war ich vom 01.04.-31.07. noch einmal Angestellter, und zwar der Investra-Consult (später: TIC TECHNIGERMAN-INVESTRA-CONSULAT), des Ingenieurbüros von Prof. Dr.-Ing. Günter Harder, Hannover, für ein Forschungsvorhaben des Bundesministers für Verkehr (BMV): "Bewertung der Nutzenkomponenten von wertvoller Bausubstanz, wertvollen Grünflächen und der Veränderung der Erreichbarkeit im städtischen Bereich." Es handelte sich um Vorarbeiten für die RAS-W (Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen) der Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen. Im Team der Ingenieure Hermann Meyer, Hans-Joachim Rönnau, Walter Theine und Dietrich Senarclens de Grancy war ich das "volkswirtschaftliche Gewissen". Die Ergebnisse sind 1977 als Heft 233 der Reihe "Forschung Straßenbau und Straßenverkehrstechnik" des BMV veröffentlicht worden.

Eine ähnliche Aufgabe war die "Nutzen-Kosten-Untersuchung für alternative Linienführungen der Bundesautobahn A 61 im Abschnitt Paffendorf - Gymnich unter Einbeziehung von Umweltschutzzielen", die ich 1978/79 als Subunternehmer des Ingenieurbüros WISSERODT für das Fernstraßenneubauamt Köln ausgearbeitet habe.

Ein weiterer Auftrag aus diesem Bereich war die "Untersuchung der städtebaulichen Auswirkungen von Varianten der Ortsumgehung Arnums im Verlauf der Bundesstraße 3", die ich 1991/92 für das Niedersächsische Landesamt für Straßenbau durchgeführt habe.

Am 10.02.1976 begann meine Tätigkeit als freier Mitarbeiter der LEG Landesentwicklungsgesellschaft Saar in Saarbrücken. Die Zusammenarbeit war zunächst für 6 Monate geplant. Sie hat sich auf 10 Jahre ausgedehnt und endete im November 1986.

Zunächst habe ich 7 "Studien zur Gemeindeentwicklung" im Team mit dem Architekten Lothar Schug und dem Dipl.-Biologen Karl Müller bearbeitet und betreut. Die Gemeindeentwicklungsstudien waren für  die Stadt Neunkirchen und die Gemeinden Spiesen-Elversberg, Großrosseln, Saarwellingen, Quierschied und Heusweiler Die Studien wurden vom Land mit 50 % bezuschusst. Sie sollten die Aufstellung der Flächennutzungspläne vorbereiten, die es damals im Saarland kaum gab.

Aus den Gemeindeentwicklungsstudien ergaben sich Aufträge der Gemeinden Spiesen-Elversberg, Saarwellingen und Eppelborn für die Ausarbeitung des Flächennutzungsplans und der Gemeinden Großrosseln, Saarwellingen und Mettlach für "Vorbereitende Untersuchungen" für städtebauliche Sanierungsmaßnahmen. Nach der förmlichen Festlegung der Sanierungsgebiete habe ich auch die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen in den drei Gemeinden betreut.

In den 10 Jahren meiner Arbeit für die LEG Saar hatte sich meine Auftragslage hier in Niedersachsen so gut entwickelt, dass ich die Arbeit in Saarbrücken aufgeben konnte.

Die wichtigsten Etappen:

Am 22. Mai 1979 begann meine Arbeit für die Gemeinde Rosengarten (Landkreis Harburg), für die ich seitdem die gesamte Bauleitplanung ausgearbeitet habe. Inzwischen sind es über 100  große und kleine Projekte.

Am 01. Juli 1981 ging die Zuständigkeit für die Genehmigung von Bebauungsplänen kreisangehöriger Gemeinden von den Bezirksregierungen auf die Landkreise über. Ausgenommen waren Bebauungspläne, die vom Landkreis ausgearbeitet worden sind. Im Landkreis Hannover hatte das Planungsamt des Landkreises bis dahin praktisch alle Bauleitpläne ausgearbeitet, die nicht von den Kommunen selbst ausgearbeitet wurden. Für Planungsbüros gab es  kaum eine Chance, von den Landkreis-Kommunen Aufträge zu bekommen. Das änderte sich durch die neue Zuständigkeitsregelung. Die Kommunen ließen beim Landkreis nicht mehr planen, sondern lieber genehmigen. Mein erster Auftraggeber aus dem Landkreis wurde die Gemeinde Wedemark (1. Besprechung mit Herrn Bohm am 14. Aug. 1980). Andere folgten (Hemmingen, Isernhagen, Lehrte, Neustadt a. Rbge., Pattensen, Sehnde).

Am 03. Oktober 1990 kam die Wiedervereinigung. Mein erster Auftraggeber wurde die kleine Gemeinde Langenstein (Landkreis Halberstadt), inzwischen Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Harzvorland-Huy. Die 1. Besprechung war am 01. Nov. 1990. Langenstein ist mir bis heute erhalten geblieben. Ich arbeite inzwischen am 5. Bebauungsplan und immer noch am Flächennutzungsplan. Für die Stadt Magdeburg und die Gemeinde Reddeber (Landkreis Wernigerode) habe ich jeweils nur einen Bebauungsplan ausgearbeitet. Dann kamen andere...

Die Wiedervereinigung hat hier in Niedersachsen zu einem enormen Einfamilienhausboom geführt, der mich mit Aufträgen eingedeckt hat. Inzwischen ebbt das ab. Aber im Umland der Großstädte Hannover, Hamburg und Bremen gibt es immer noch Bedarf an Einfamilienhausgrundstücken. Außerdem gibt es eine sehr dynamische Entwicklung im Einzelhandel, aus der sich für mich Aufträge ergeben: Ausweisung von Sondergebieten für großflächigen Einzelhandel. Dabei ist mein besonderes Know-How als Diplom-Volkswirt gefragt. Welcher Ortsplaner versteht die sog. "Einzelhandelsgutachten"?

Ein neues Arbeitsgebiet hat eine Änderung des Baugesetzbuchs gebracht, die es den Kommunen ermöglicht, im Flächennutzungsplan sog. "Eignungsflächen mit Ausschlusswirkung" darzustellen. Wichtigster Fall: Flächen für Windkraftanlagen. Für die Samtgemeinden Ahlden, Rethem (Aller) und Schwarmstedt habe ich eine gemeinsame Planung ausgearbeitet, mit der Flächen nur in der Samtgemeinde Schwarmstedt dargestellt werden. Ein weiterer Anwendungsfall ist hinzugekommen: Flächen für den Bodenabbau in der Gemeinde Rosengarten.  Die Nutzung regenerativer Energie hat außerdem zur Planung für eine Biogasanlage im Gebiet des Flecken Ottersberg geführt.

Anfang 1996 begann mit der Verfügbarkeit digitaler Daten der Liegenschaftskarte (ALK) und des Amtlichen Topografisch-Kartografischen Informationssystems (ATKIS) die Arbeit an einem Kommunalen Geographischen Informationssystem (GIS) für die Bauleitplanung.
Digitaler Flächennutzungsplan: Inzwischen habe ich für meine "Stammkunden" und einige andere die Flächennutzungspläne digitalisiert: Für die Städte Hemmingen, Pattensen und Sehnde und für die Gemeinde Isernhagen, Region Hannover, für die Gemeinde Rosengarten und Samtgemeinden Hanstedt und Jesteburg, Landkreis Harburg, für den Gemeinde Dörverden und den Flecken Ottersberg, Landkreis Verden und für die Samtgemeinde Schwarmstedt, Landkreis Soltau-Fallingbostel. Es sind zukunftsweisende Planwerke entstanden, an denen alle an der Planung beteiligten, nicht nur die Kommunen, noch viel Freude haben werden. Ich rechne damit, dass einige dieser Flächennutzungspläne noch in diesem Jahre im Internet, oder zumindest in einem Intranet der Landkreise, zur Verfügung stehen werden. 

Teilweise erfolgte die Digitalisierung für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (Hemmingen, Isernhagen, Sehnde). In den übrigen Fällen handelt es sich um die Neubekanntmachung gem. § 6 Abs. 6 Baugesetzbuch. Für die Neubekanntmachungen führe ich gesonderte Änderungsverfahren durch, mit denen ich für die Neubekanntmachung den Planinhalt auf den heutigen Stand bringe (Bauflächen statt Baugebiete, etc.) . Schließlich wollen wir nicht nur eine digitale Fassung der alten Planzeichnung aus den 70er Jahren anfertigen, sondern eine Planzeichnung, die so gut aussieht wie eine "Neuaufstellung". Das unterscheidet mich von meinen Mitbewerbern! Bei der Gemeinde Rosengarten läuft die Neubekanntmachung noch. Die übrigen sind erfolgreich abgeschlossen.

Auskunftssystem Bauleitplanung ("digitaler Planschrank", DIPS): Für die Gemeinde Isernhagen haben wir zusätzlich zum digitalen Flächennutzungsplan eine komplette Bebauungsplan-Auskunft geschaffen. Alle Bebauungspläne einschließlich aller Änderungen stehen digital zur Verfügung. Das Projekt wurde bereits im Jahr 2000 abgeschlossen.
Nach dem Muster von Isernhagen haben wir für das Planungsbüro Kreutz den "digitalen Planschrank" der Gemeinde Hambühren geschaffen (Fertigstellung Feb. 2003).

Es zeigt sich, dass ein DIPS, der nicht genutzt und gepflegt wird, schnell veraltet und nutzlos wird. In Hambühren klappt die Pflege vorbildlich. In Isernhagen wurde der DIPS jahrelang kaum genutzt und kümmerte vor sich hin. Neuerdings gibt es wieder eine Fachkraft, die sich um das GIS kümmert.  Eine wichtige Lehre: Der DIPS muss einfach zu pflegen und zu nutzen sein.
Der nächste DIPS war für den Flecken Ottersberg - mit der Erfahrung von mehr als 7 Jahren Umgang mit meinen eigenen  DIPS und denen beiden erwähnten für Isernhagen und Hambühren. Er wurde Ende November 2008 abgeliefert und verspricht, wieder ein Erfolg zu werden, d. h. er wird laufend genutzt.

Bei der "Ein-Mann-Show" konnte es nicht bleiben. Im April 1977 kam mir meine Frau Sheila zu Hilfe. Sie hat das Zeichnen der Pläne übernommen, am Anfang mit dem "Rapi", seit 1989 mit AutoCAD und Plotter, damals mit AutoCAD Vers. 10 und einem HP 7475A, heute mit  AutoCAD Map 3D 2009 bzw. AutoCAD Civil 3D 2009 und zwei HP DesignJets (750C und 500PS).

Das Tippen habe ich immer selbst gemacht. (Ich hatte mir schon als Schüler "10-Finger-blind" beigebracht.). Angefangen habe ich mit einer IBM Schreibmaschine mit Proportionalschrift, die ich der NILEG abgeschwatzt hatte. Die nächste Stufe war eine IBM Kugelkopfmaschine mit Korrektureinrichtung. Einen gewaltigen Sprung machte die Technik 1982 mit dem ersten PC, den ich auf der CeBIT gekauft habe: Ein "Rank Xerox Tisch Computer 820-II" mit 8 Zoll Disketten und dem Betriebssystem CP/M sowie ein Typenraddrucker Diablo 630, die am 21.09.1982 geliefert wurden. Heute geht das mit Microsoft WORD und EXCEL, einem HP Laserjet 8150mfp und einem HP Color LaserJet 5550DN.

Am 01. Mai 1990 begann meine Zusammenarbeit mit der Architektin Dipl. Ing. Susanne Vogel. Am 01. Mai 1993 kam die Ortsplanerin Dipl. Ing. Claudia Rost hinzu. Am 01.06.2000 ist noch das Planungsbüro Kreutz bei uns eingezogen.

Für das GIS brauchten wir weitere Verstärkung. Am 01. Juli 1996 habe ich die Diplom-Geographin Heike Skok eingestellt, die uns nach einem Jahr wieder verlassen hat. Ihr folgte am 1. Oktober 1997 der Diplom-Geograph Ralf Lippert. Er hat bis zum 31. März 2004 die Digitalisierung der Flächennutzungspläne und den Aufbau der Bebauungsplan-Auskünfte ("digitaler Planschrank", DIPS) bearbeitet. Diese Arbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Neue Aufträge können wir mit meiner Frau und den Kolleginnen schaffen.

Der Schwerpunkt unserer Aufträge bleibt die Bauleitplanung. Dort liegt unsere "Kernkompetenz" und dort gibt es weiterhin viel zu tun. Von dort bringen wir aber auch die Fachkompetenz für die Digitalisierung von Flächennutzungsplänen, für den Aufbau des Kommunalen GIS und für die Fachanwendung Auskunft "Bauleitplanung" ("digitaler Planschrank", DIPS) mit. Wir unterscheiden uns damit von den "Digitalisierern", den Ingenieurbüros und Softwarefirmen, die den Kommunen "billig" die Digitalisierung ihres Flächennutzungsplans und ihrer Bebauungspläne anbieten. Wir meinen: Nur wer sich mit dem Planinhalt auskennt, kann auch vernünftig digitalisieren und ein bauplanungsrechtlich sicheres Auskunftssystem schaffen.

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Stand: 15.02.2015